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Mikroskopische und endoskopische minimalinvasive Operationen der Nasennebenhöhlen

Operation an Kieferhöhlen/Siebbeinzellen/Stirnhöhlen/Keilbeinhöhle

Unter dem Begriff der Nasennebenhöhlen werden die Kieferhöhlen, Siebbeinzellen, Stirnhöhlen und die Keilbeinhöhle zusammengefasst. Es handelt sich hierbei um lufthaltige, mit Schleimhaut ausgekleidete Hohlräume über den Augen (Stirnhöhlen), zwischen den Augen (Siebbeinzellen), unter den Augen (Kieferhöhlen) sowie unter der Schädelbasis (Siebbeinzellen, Keilbeinhöhle). Sie stehen über enge Ausführungsgänge mit der Nasenhaupthöhle in Verbindung. Der Schleim aus den Nasennebenhöhlen wird über auf den Schleimhautzellen befindliche Zilien in Richtung der Ausführungsgänge befördert und in die Nasenhaupthöhle drainiert. 

Entzündungen aus der Nase können in die Nebenhöhlen übergehen und aufgrund der engen Verbindungsgänge zu Blockaden der Belüftung und chronischen Entzündungen führen.

Auch eine Verbiegung der Nasenscheidewand und/oder eine Vergrößerung der Nasenmuscheln sowie Polypenbildung können diesen Effekt haben.


Die Operation der Nebenhöhlen hat als Ziel die Engstelle zur Nasenhaupthöhle zu beseitigen und damit für eine bessere Belüftung zu sorgen sowie die krankhaft veränderte Schleimhaut zu entfernen. Hierbei können flankierende Maßnahmen wie eine Korrektur der Nasenscheidewand und eine Verkleinerung der Nasenmuscheln notwendig sein.


Bei der Erkrankung der Polyposis nasi ist es unbedingt erforderlich eine strikte Nachbehandlung der Nasenschleimhäute mit Cortisonhaltigen Nasensprays durchzuführen, da mit der Operation die Grunderkrankung und somit die Ursache der Polypenbildung nicht beseitigt ist!

Die Notwendigkeit zur Operation der Nasennebenhöhlen besteht bei:

  • Komplikationen (z.B. Abszess) akuter Entzündungen
  • medikamentös nicht mehr therapierbaren chronischen Infektionen mit folgender Symptomatik: Dauerschnupfen,
  • erhöhte Infektneigung, Kopfschmerzen, Geruchsstörungen, vermehrter Ohrtrompetenkatarrh, vermehrte
  • Mittelohrentzündungen, chronische Bronchitis, vermehrte Kehlkopfentzündungen, Behinderung der Nasenatmung
  • Ausbreitung von Entzündungen auf die Augenhöhle oder das Gehirn
  • Bildung von Schleim- Eitercysten (Mucocele/Pyocele)
  • ausgeprägter Polypenbildung mit den Symptomen der chronischen Infektion

Die Operation

Die Operation wird in Allgemeinnarkose und stationär durchgeführt. Als Zugangsweg werden in der Regel die Nasenöffnungen gewählt. Ggf. nach notwendiger Begradigung der Nasenscheidewand und/oder Verkleinerung der Nasenmuscheln werden mikroskopisch und endoskopisch unterstützt die natürlichen Ausführungsgänge der betroffenen Nasennebenhöhlen aufgesucht und erweitert sowie anatomisch zu enge Strukturen mit Spezialinstrumenten abgetragen.

Krankhaft veränderte Schleimhäute sowie Polypen werden entfernt unter sorgfältigster Schonung der umgebenden wichtigen Strukturen (Augen, Hirn, Gefäße). Ziel ist eine dauerhaft verbesserte Drainage der Nasennebenhöhlen in die Nasenhaupthöhle.

Zur postoperativen Blutstillung werden beschichtete Schaumstofftamponaden eingelegt, ggf. auch Silikonschienen wenn eine Korrektur der Nasenscheidewand erfolgt ist.

Nach der Operation

Am zweiten postoperativen Tag werden die Tamponaden entfernt. In der Regel erfolgt auch an diesem Tage die Entlassung aus der stationären Behandlung.

Es folgt eine zweiwöchige Abheilungsphase mit Schleimhaut pflegenden Maßnahmen und körperlicher Schonung, um eine Nachblutung durch Erhöhung des Blutdruckes zu vermeiden.

Sport sollte erst nach Ablauf von drei Wochen wieder begonnen werden.

Bis die Schleimhaut wieder vollständig regeneriert und die Wundheilung abgeschlossen ist vergeht ein Zeitraum von ca. einem Monat.

Bei Polyposis nasi und/oder allergischer Symptomatik ist es notwendig geeignete lokale Maßnahmen (topische Cortisonsprays) über einen längeren Zeitraum durchzuführen, um ein Rezidiv zu vermeiden.